Spielerschutz
Zuletzt aktualisiert: 2026-11-01T09:54:40+00:00
Glücksspiel ist auf Dauer ein Kostenfaktor. Kein Warnhinweis, sondern die Kalkulation, von der der gesamte Betrieb lebt, ist der Hausvorteil — und weder Bonus noch Filter noch Strategie können ihn verändern. Alles Weitere folgt daraus.
Vorher entscheiden
Wie viel Verlust für Sie tragbar ist, entscheiden Sie am besten vor der allerersten Einzahlung und nicht als Reaktion auf eine Serie von Verlusten. Ein Limit hält dann, wenn man es gelassen festlegt; wird es hingegen mitten in der Jagd nach Verlusten bestimmt, hält es nicht. Sehen Sie das eingesetzte Geld als Preis für Unterhaltung und nicht als Einsatz, der wieder zurückfließen muss.
Die Werkzeuge in Ihrem Konto
- Einzahlungslimit — die höchstzulässige Summe je Tag, Woche oder Monat.
- Verlustlimit — so viel Nettoverlust darf innerhalb eines Zeitraums höchstens entstehen.
- Spielzeit-Erinnerung — sie erinnert Sie daran, wie lange Ihre Spielsitzung bereits andauert.
- Pause: Das Konto wird für einen selbst gewählten Zeitraum gesperrt.
- Selbstausschluss — schließt das Konto für längere Zeit.
Ein gesenktes Limit greift ohne Verzögerung. Bewusst länger dauert das Erhöhen, damit es nicht genau im entscheidenden Moment greift.
Warnzeichen
Lieber früher als später sollten Sie bei drei Mustern innehalten: wenn Sie mit Geld spielen, das eigentlich für anderes bestimmt war; wenn Sie spielen, um Verluste wettzumachen; oder wenn Sie gegenüber anderen kleinreden, wie viel Zeit oder Geld tatsächlich hineinfließt. Eines allein reicht kaum für eine Aussage. In Kombination ergeben alle drei ein Bild.
Wo Sie Hilfe finden
Diese Stellen sind mit uns in keiner Weise verbunden.
- Spielsuchthilfe Wien — erreichbar unter 01 544 13 57, unabhängig und vertraulich, für Betroffene wie Angehörige.
- Anonyme Spieler — ein Netzwerk aus Selbsthilfegruppen für Betroffene und deren Angehörige.
- Sperrsoftware — Programme, die Glücksspielseiten auf all Ihren Geräten blockieren.
Hinweis zu nationalen Sperrsystemen. Sperren, die bei dem österreichischen Konzessionär gelten, erfassen nicht unbedingt jede Plattform. Die Wirkung des Selbstausschlusses im eigenen Konto und von Sperrsoftware auf eigenen Geräten hängt nicht davon ab, in welchem Land der Anbieter lizenziert ist.
Minderjährige
Nur Erwachsene ab 18 Jahren dürfen ein Konto führen. Auf einem geteilten Gerät sollte eine Kindersicherung aktiviert sein, und Zugangsdaten dürfen nicht frei zugänglich liegen bleiben. Ein Minderjährigen-Konto wird geschlossen, sobald es auffällt, und die dort erzielten Gewinne verfallen.
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